V: Hinter Budapest und in Rumänien (Seite 4)

 

Wir begrüßten den 78. Tag unserer Reise gegen sieben Uhr.
Immer wieder, erzählten wir unterwegs von unserem Reisevorhaben und unserem Plan durch Rumänien und Bulgarien zu wandern, so wurden wir vor diesen Ländern gewarnt. "Die überfallen Dich da wegen ein Paar Schuhen oder einem T-Shirt" hieß es im Hotel in Bicske. "Auf den Landstraßen und außerhalb der Städte ist es sehr unsicher." sprach ein Polizist in Linz und auch kurz vor der Grenze zu Rumäniens wies uns ein ungarischer Polizist während einer Passkontrolle darauf hin, es sei nicht zu empfehlen durch Rumänien und Bulgarien zu laufen, da es sehr gefährlich sei.
Auch wenn es beim Auswärtigen Amt lautet "Für Rumänien besteht derzeit kein länderspezifischer Sicherheitshinweis." (Bulgarien ebenso), wollten wir all diese Warnungen nicht ungeachtet lassen.
Da wir auch unsere Verabredung Ende August an der türkisch-iranischen Grenze mit Behrooz Kasraei und seinem Sohn Amir im Hinterkopf haben, entschieden wir uns während dieses Abschnitts unserer Reise des Öfteren - gerade die leidenschaftslosen, so des Geistes verlassenen, eintönigen Landstraßen in den Sinn rufend - auf Busse oder Züge umzusteigen.
So gelangten wir mit dem Bus von Nădlac in die nächst größere - etwa 50 Kilometer entfernte - Stadt Arad.

In Arad suchten wir auf der Suche nach einer rumänischen SIM- und Landkarte und der Hoffnung auf ungesicherte WLAN-Zugänge ein Einkaufszentrum auf.

Der Weg führte uns in ein Tiergeschäft und zu meiner Freude entdeckte ich ein junges Jemenchamäleon.

Auch Madagaskar-Fauchschaben standen dort zum Verkauf.
Sie müssen wissen, dass ich zu Hause selbst Jemenchamäleons gehalten habe und eines Tages aus dem Gelsenkirchener Zoo einige Madagaskar-Fauchschaben für diese als Futtertiere mitgenommen hatte. Allerdings gefiel mir diese fauchende Schabenart so sehr, dass ich meine Truppe mit einigen weiteren Madagaskar-Fauchschaben aus dem Kölner Zoo ergänzte und künftig Schaben für Schabenrennen trainierte.
Derzeit befinden sich meine Schaben in der Obhut des Dortmunder Zoos und ich hoffe sie sind wohl auf.

Wir verließen das Tiergeschäft und machten in einem Café halt, da freie WLAN-Zugänge im Einkaufszentrum zur Verfügung standen und aktualisierten unsere Internetpräsenz.

Auch eine Karte hatten wir uns mittlerweile besorgt.

Wir wollten von hier aus nun nach Timişoara, um dann von dort die Transsilvanischen Alpen, die Südkarpaten, die Siebenbürgen im Norden von der Walachei im Süden trennen, zu erreichen.

Doch zunächst zogen wir durch Arad.

An einem Supermarkt machten wir schließlich halt, genossen einen Kaffee und aßen zu Abend.

Am Ufer des Mureş lagerten wir an diesem Abend.

blättern zu Seite 5